Der Monte Pina (2324m) war im ersten Weltkrieg aufgrund seiner strategischen Lage einer der am stärksten umkämpften Berge in den Dolomiten. Insgesamt haben am Monte Pina 14000 österreichische und italienische Soldaten ihr Leben verloren. Hier zeigen sich die Dolomiten von ihrer schönsten und gleichzeitig schrecklichsten Seite. Die historische Rundwanderung am Monte Pina führt mitten durch das ehemalige Frontgebiet, entlang von Schützengräben, Maschinengewehrstellungen usw. An der Nordkuppe (Monte Piano) hielten österreichische und deutsche Truppen die Stellung und am Südgipfel hatten sich die Italiener verschanzt. Doch es gab noch einen weiteren Gegner in den Bergen, der Winter in dem tausende Soldaten durch Kälte und Lawinen ums leben kamen (Weißer Tod). Das ganze Gipfelplateau ist heute ein Mahnmal und Freilichtmuseum des Dolomitenkrieges in dem die Überreste und die zum teil Rekonstruierten Schützengräben und Bombenabwurfstellen besichtigt werden können. Ausgangspunkt der Tour ist Misurina. Von dort kann man sich mit dem Jeep Taxi in ca. 15 Minuten bis zum Rifugi Bosi (2205m) über eine alte militärische Versorgungsstraße fahren lassen. Oder man steigt in 3 Stunden vom Hotel Drei Zinnen (1406m) am Dürrensee über den Pionierweg (Sentiero dei Pionieri) auf zum Toblacher Kreuz und beginnt von hier die Runde. Für die Wanderung sollte man 3-4 Stunden einplanen.

 

                        Mit dem Jeep Taxi geht es vom Misurina zum Rifugio A. Bosi auf 2205 Meter hoch, der Ausgangspunkt der historischen Rundwanderung.

  

   

 

 

Schützengräben und Tunnels ziehen sich wie Kriegsnarben über das gesamte Gipfelplateau des Monte Piano.

   

 

 

 

                                                                  

 

              Das Kaiserjägerdenkmal (Mahnglocke)

 

                                              Stacheldrahtverhau gegen Infanteriangriffe.

 

Vorderste gepanzerte Stellungen mit unterirdischen Zugängen der Österreichischen Truppen am Plateau des Monte Piana.

 

Die nordseitigen Felsbänder unterhalb des Gipfels des Monte Piano mit Drei Zinnen Blick.

 

                                    Tief im Tal der Dürrensee (1403m)

 

             Im Hintergrund die westliche der Drei Zinnen (2536m), links davon der Paternkofel (2774m)

 

Großkalibriges Geschütz am Rifugio Bosi

 

 

Abseits der Wege: Scharfe Munition! Finger Weg und liegen lassen! Das gehört nicht in den Rucksack! Die Verführung ist groß, aber ich habe auch nur Fotos gemacht.

            Normalerweise müssen solche Funde bei der Behörde gemeldet werden, aber die Fundstelle würde ich an diesem großen Berg eh niemals wieder finden.

 

           Links ein 6 Schuss Munitionsmagazin, rechts eine Konservendose                                                          Ein 2 cm dicker Granatsplitter

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