Das Felsenmeer oberhalb von Lautertal-Reichenbach im Odenwald ist eine Felsenlandschaft aus dunkelgrauem Quarzdiorit die durch Wollsackverwitterung entstand.Das Felsenmeer wurde bereits von den Römern und später durch die örtlichen Steinmetze zur Steingewinnung genutzt. Die Steinmetzen bezeichneten ihn als Felsberg-Granit, der heute nicht mehr abgebaut wird. Heute ist das Felsenmeer ein beliebtes Naherholungsgebiet für Familien.

Die Sage vom Felsenmeer:

Die Sage vom Felsenmeer in Lautertal handelt von zwei Riesen, die in der Gegend von Reichenbach wohnten, der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Als sie Streit bekamen, bewarfen sie sich mit Felsbrocken. Der Hohensteiner war im Vorteil, er hatte mehr Wurfmaterial. So kam es, dass der Felsberger Riese bald unter den Blöcken begraben wurde; angeblich hört man ihn noch gelegentlich darunter brüllen. Und die Felswand des Hohenstein soll die letzte Hausmauer des anderen Riesen sein. So wurde im Volksmund die Entstehung des Felsenmeeres erklärt.

Infos:  www.geo-naturpark.net    www.touristikzentrum-felsenmeer.de

 

 

   

 

                  Die Holzbrücke über das Felsenmeer, die im Jahr 2006 vom Naturpark Bergstraße Odenwald zusammen mit der Gemeinde Lautertal errichtet wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Felsbergkiosk auf 450 Metern Höhe.

 

                                                                                                                                                                                     Vom Schnee verdeckt: Die Römische Riesensäule

Die von den Römern hinterlassene Riesensäule ist 9,33m lang und ca. 27,5 t schwer. Sie ist fertig bearbeitet. Kaum ein Werkstück des Felsberges wurde eingehender beschrieben und detaillierter untersucht. Drei begonnene Sägeschnitte deuten darauf hin, dass versucht wurde die Säule zu zerteilen und wegzuschaffen. Der Domstein am Trierer Dom ist ein Rest der Riesensäule am Felsenmeer. Des Weiteren wurden Riesensäulen vermutlich verwendet am Schlossbrunnen in Heidelberg, in Mainz am Wasserbecken am Schillerplatz und am Oppenheimer Kriegerdenkmal.

Die Römer haben fast dreihundert unfertige oder beschädigte Werkstücke, verteilt auf 15 Werkplätze auf dem Felsberg hinterlassen. Da so gut wie keine Werkzeuge, Inschriften oder Gegenstände des täglichen Gebrauchs gefunden wurden, sind Zeitpunkt und Dauer der römischen Präsenz nur ungefähr zu bestimmen. Nach eingehender Analyse des Materials wird die Aktivität der Römer am Felsenmeer auf Anfang des 4. Jahrhunderts geschätzt.

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